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Teure Energie-„Einsparung“

In dem Artikel „Paukenschlag für den Geldbeutel“ (DONAUKURIER vom 28./29.12.2013) wird die Problematik geschildert, dass nach einer energetischen Sanierung der Mietzins erhöht wird. Die Mieterhöhung von 170 EUR (von 460 zu 630 EUR im März 2014) ist gemäß EnEV (Energie-Einspar-Verordnung) dann nicht gerechtfertigt, wenn die Wärmedämmung der Fassade als „unwirtschaftlich“ bezeichnet werden kann.


Es ist nicht im Sinn einer Energieeinsparmaßnahme, wenn die Mieterhöhung mehr ausmacht als ein Mieter bei den Heizkosten einsparen kann. Bei Bestandsbauten müssen sich gemäß EnEV die Maßnahmen innerhalb einer „angemessenen Frist“ durch die damit erzielten Einsparungen amortisieren. Die „angemessene Frist“ ist in der EnEV nicht definiert. Gerichte haben sich für einen Zeitraum von etwa 10 Jahren ausgesprochen. Sogar mit der Verwendung von billigen und ökologisch fragwürdigen Fassadendämmstoffen wie Hartschaum ist diese Frist kaum einzuhalten. Die Kosten von Wärmedämm-Maßnahmen außen an der Fassade rechnen sich häufig auch nach zehn Jahren nicht und müssen aus diesem Grund als „unwirtschaftlich“ bezeichnet werden. Es ist ein Unrecht, die unverhältnismäßig hohen Kosten dafür auf die Mieter abzuwälzen. Ganz zu schweigen von der Unvernunft, alternative energetische Sanierungsmaßnahmen nicht zu untersuchen: Ökologisch und wirtschaftlich effiziente Maßnahmen wären z.B. die zusätzliche Dämmung der Fensterleibungen, der obersten Geschossdecke, der Kellerdecke oder die Kraft-Wärme-Kopplung mit einem Mini-Blockheizkraftwerk.

Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung:

Ulrich Krumwiede, Telefon 0841 77007, eMail info@architekt-krumwiede.de