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SCHIMMELPILZ-CHECKLISTE

Zimmerpflanzen verbessern das Raumklima. Beachten Sie aber bitte eine vorbeugende Maßnahme gegen Schimmelpilzwachstum: Erde in Blumentöpfen mit einer 2 cm dicken Schicht aus Sand bedecken!

URSACHEN FÜR DEN SCHIMMELPILZBEFALL UND VORBEUGENDE MASSNAHMEN GEGEN SCHIMMELPILZE

­- Geometrische Ursachen für den Schimmelpilz-Befall:
In Eckbereichen, z.B. Fensterleibungen, Außenwand-Innenecken im Deckenbereich, "steht" die Luft, sie bewegt sich nicht und wird nicht erwärmt. Die Raumluft gibt hier ihre Feuchtigkeit an kühle Oberflächen ab. Es kommt zum Tauwasserniederschlag.

+ Vorbeugende geometrische Maßnahmen gegen den Schimmelpilz:
Verkleidung der Fensterleibungen mit Holz oder Silikatschaumplatten. Ecken im Deckenbereich ausrunden mit einer Hohlkehle aus Kalkmörtel. Der Mörtel kann mit einer Champagnerflasche gezogen werden. Günstig wirkt sich im Eckbereich auch die Strahlungswärme eines Ofens aus. Ungünstig ist dagegen die Luftheizungswirkung der konventionellen Heizkörper.

- Schimmelpilzbefall durch zu hohe Luftfeuchtigkeit:
Auf Oberflächen, deren Temperatur niedriger ist als die Temperatur der Innenraumluft, kondensiert der Wasserdampf aus der Luft. Sichtbares Beispiel dafür ist der beschlagene Spiegel im Bad. Ungünstig wirkt sich auch ein leichter Überdruck aus einer Belüftungsanlage aus. Dagegen ist leichter Unterdruck günstig.

+ Trockene Luft und warme Wände beugen vor gegen Schimmelpilze:
Nicht isolierte Heizrohre im Kontakt mit der Innenseite der Außenwand (System "Großeschmidt") oder Heizleisten (System "Eisenschink") an der Innenseite der Außenwand sorgen für hohe Temperaturen der raumumschließenden Oberflächen. Zusätzlich günstig wirkt ein leichter Unterdruck durch die "Feuerventilation" eines Grundofens. Dabei müssen Fensterdichtungen teilweise entfernt werden.

- Schimmelpilz-Ursachen im Untergrund:
Fehler in der Bauausführung der Außenwände und der Decken, z.B. einbindende Betonbauteile, sind Angriffspunkte für den Schimmelpilz. Lücken in der Wärmedämmung, in der Winddichtung oder in der Dampfsperre führen zum Eindringen von kalter Außenluft in die Konstruktion oder in den Innenraum. Besonders bei supergedämmten Häusern  führt dies unweigerlich zum Schimmelpilzbefall.

+ Wärmebrückenfreie Bauausführung:
Die Superdämmung ist ein Irrweg. Die Ansprüche an die Qualität der handwerklichen Ausführung und an die Bedienung der Lüftungstechnik durch die Bewohner können nahezu nicht erfüllt werden. Gebäude sollten vernünftig konstruiert und bautechnisch richtig gedämmt werden. Dämmschichten müssen immer versetzt angebracht werden. Die Dämmstoffdicke von Dach und Wand soll gleichmäßig gewählt werden. Durchdringungen von Bauteilen (z.B. Dachsparren) durch die Außenwand sind kritisch. Dampfsperren müssen vermieden, diffusionsoffene Konstruktionen bevorzugt werden. Dampfbremsen aus Baupappe sind besser als Folien.

- Schimmelpilze bevorzugen das saure Milieu:
Gipskartonplatten, Gipsfaserplatten, Gipsputz, Gipsspachtelmasse (CaSO4 = Kalziumsulfat), Kunstharz-Dispersions-Innenfarbanstriche, Tapetenleim, Papier- und Textiltapeten können dem Schimmelpilz nichts entgegensetzen. Sie können unbedenklich in zuverlässig trockenen Bereichen eingesetzt werden. Bei Feuchtigkeit bilden sie jedoch einen guten Nährboden für das Schimmelpilzwachstum.

+ Schimmelpilze mögen nicht das alkalische Milieu:
Auf Wänden aus Ziegelmauerwerk und Kalkmörtel mit Kalkputz herrscht das alkalische Milieu (CaCO3 = Kalziumcarbonat). Optimal ist Sumpfkalkputz mit einem Sumpfkalkanstrich. Sehr gut sind auch Silikatfarben. Kalk- und Silikatfarben eignen sich hervorragend zu Lasur- und Wischtechniken mit Erdfarbenpigmenten. Günstig ist es noch, wenn die Anteile im Putz 80 : 20 = Kalk : Gips betragen. Baustoffe wie Schilfrohrplatten und Silikatschaumplatten sind durch und durch alkalisch.

Haben Sie Mut! Rufen Sie mich einfach an, wenn Sie eine Frage haben: Ulrich Krumwiede, Telefon  0841 77007, eMail info@architekt-krumwiede.de